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Kleine Landeskunde


Marokko ist ein islamisches Land, unterscheidet sich aber aufgrund seiner Bevölkerung, die zu ca. 50% aus Masiren (Berbern) besteht, doch von anderen arabisch/islamischen Ländern. Mit der Arabisierung kam auch die Islamisierung nach Marokko, der Islam wurde aber nur langsam von den Berbern angenommen und mit ihren eigenen Religionen und Mystiken gemischt. Fundamentalistische Strömungen sind ausgesprochen klein und werden von der Regierung massiv bekämpft. Die Entführungen einiger Touristen in der Sahara, an die sich viele noch erinnern können, fanden übrigens in Algerien und nicht in Marokko statt. Die Kriminalitätsrate in Marokko ist wesentlich geringer als die in Deutschland.

Der Süden Marokkos ist sehr von dem Leben in der Wüste geprägt und weniger arabisiert als an der Atlantikküste und im Norden. So trifft man dort zum Beispiel Menschen - vor allem Frauen, die kein Arabisch, sondern nur Tamazight, die Sprache der Berber sprechen. Vor allem in den Städten spürt man deutlich den Einfluß der Franzosen.

Die Marokkaner sind sehr kontaktfreudig und unterhalten sich gerne mit Fremden, auch wenn viele in diesen eine Einnahmequelle sehen.

In der Wüste ist es zwar sehr heiss, aber dadurch, dass die Luft sehr trocken ist, fühlt es sich nicht so heiss an, wie in einer feuchteren Umgebung. Im Sommer steigen die Temperaturen dann auch mal über 50 Grad im Schatten, die Nächte sind dagegen recht frisch, so dass ein Schlafsack angebracht ist. Im Winter ist es tagsüber so, wie bei uns an einem milden Sommertag, nachts können die Temperaturen dann aber unter den Gefrierpunkt fallen. Aufgrund der trockenen Luft ist es aber sowohl im Winter als auch im Sommer ein wahres Erlebnis, draussen zu schlafen und sich an der Klarheit und Fülle des Sternenhimmels zu erfreuen.


Einen Einblick in die Kultur Marokkos finden Sie z.B. in: Reise Know-How - Marokko von Muriel Brunswig.